Upcycled Mode Labels

Kreative Schweizer Labels, die Mode neu denken und aus wiederverwendeten Materialien Stücke mit Charakter schaffen.

Upcycled Fashion

Mode muss nicht immer neu produziert werden, um neu zu wirken. Beim Upcycling werden bestehende Materialien oder Produkte aufgewertet und in neue, einzigartige Stücke verwandelt.

Upcycling vs. Recycling

Ein Kleidungsstück gilt als upcycled, wenn bereits vorhandene Materialien – beispielsweise alte Textilien, Produktionsreste, Werbebanner oder ausgediente Produkte – weiterverwendet und durch kreative Verarbeitung in ein neues, hochwertigeres Produkt verwandelt werden. Entscheidend ist, dass das ursprüngliche Material erhalten bleibt und durch Design, Reparatur oder Umgestaltung einen neuen Wert erhält.

Der Unterschied zu Recycling Fashion liegt vor allem im Prozess. Beim Recycling werden Materialien meist zerkleinert, eingeschmolzen oder chemisch verarbeitet, um daraus neue Fasern oder Rohstoffe herzustellen. Beim Upcycling bleibt das ursprüngliche Material hingegen weitgehend erhalten und wird direkt weiterverarbeitet.

Hinter ADORE Textiles aus Zürich steht die Idee, lokalen Second-Hand- und Vintage-Materialien eine neue Geschichte zu geben. Das Upcycling-Label arbeitet mit gebrauchten Textilien aus der Region und verwandelt sie in handgefertigte Einzelstücke. Statt wertvolle Stoffe wegzuwerfen, werden sie sorgfältig ausgewählt, neu kombiniert und zu einzigartigen Designs verarbeitet.

Extra Service: Wer einem Stoff mit persönlichem Wert ein zweites Leben schenken möchte, kann eigenes Material mitbringen und daraus ein individuelles Unikat anfertigen lassen.

Gegründet wurde das Label von der Textilschaffenden Dorothea Knorr, die ihre langjährige Erfahrung aus Schneiderei, Theater, Film, Fernsehen und Fashion mit ihrem Wissen aus dem Studium in Textiltechnologie und Modedesign an der Schweizerischen Textilfachschule in Zürich verbindet.

Attached

Attached aus Zürich, produziert in der Schweiz handgefertigte Accessoires, die nicht nur nachhaltig sind, sondern gleichzeitig Menschen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven eröffnen. Das Sortiment umfasst Taschen und Shopper, Necessaires, Schlüsselanhänger, Keychains, Brillenbänder und vieles mehr. Grosse Shopper, Alltagstaschen und Laptophüllen werden aus alten Balkonmarkisen oder ähnlichen recycelten Stoffen gefertigt – ein anschauliches Beispiel für „aus Alt mach Neu“. So werden wertvolle Ressourcen geschont und Abfall vermieden.

Alle Produkte entstehen in der Schweiz, oft in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Stiftungen, und werden von Hand gefertigt. Die kurze Transportwege reduzieren den CO₂‑Abdruck. In Kooperation mit Schweizer Stiftungen unterstützt Attached Menschen mit gesundheitlichen oder psychischen Beeinträchtigungen dabei, wieder in den regulären Arbeitsmarkt zurückzukehren und kreative Arbeit ohne Leistungsdruck auszuüben.

Boardtags

BOARDTAGS zeigt, wie aus vermeintlichem Abfall neue Lieblingsstücke entstehen können. Das Upcycling-Label verarbeitet ausgediente aufblasbare SUP-Boards, die sonst in der Verbrennung landen würden, und verwandelt sie in langlebige Taschen, Etuis und Accessoires.

Jedes Board wird sorgfältig geprüft, gereinigt und von Hand in einzelne Bestandteile zerlegt. Erst nach mehreren Arbeitsschritten kann das robuste Material zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden. Die Herstellung erfolgt vollständig in der Schweiz im Boardtagslab in Meilen und teilweise in Zusammenarbeit mit einem Zürcher Sozialunternehmen, das Menschen mit psychischen Herausforderungen unterstützt.

Durch die Kombination aus wiederverwendeten Materialien, lokaler Handarbeit und langlebigem Design entstehen einzigartige Stücke, die die Geschichte ihres ursprünglichen Materials weitertragen.

EIVLIS

EIVLIS ist ein Upcycling-Label aus Graubünden, das 2022 von Silvie Demont gegründet wurde. Aus gebrauchten Textilien und Stoffresten entstehen in sorgfältiger Handarbeit neue Kleidungsstücke und Accessoires. Ergänzt werden die Kollektionen durch eigene Siebdrucke, die jeweils in kleinen Auflagen entstehen.

Der Name EIVLIS – «Silvie» rückwärts gelesen – steht für die Idee des Umdenkens: zurück zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen, regionaler Produktion und handwerklicher Fertigung. Mit ihren Unikaten möchte Silvie zeigen, dass Kleidung länger genutzt werden kann und dass hinter jedem Kleidungsstück wertvolle Materialien und viel Handarbeit stecken.

Wenn du zuhause noch einen Stoff hast, der dir besonders am Herzen liegt, kannst du ihn zu EIVLIS bringen und daraus ein ganz persönliches Unikat anfertigen lassen.

FREITAG

Was heute zu den bekanntesten Upcycling-Labels der Schweiz gehört, begann mit einer einfachen Idee: die Brüder Markus und Daniel Freitag suchten nach einer robusten Velokuriertasche und entwickelten sie kurzerhand selbst aus ausgedienten Lastwagenplanen. Daraus entstand 1993 in Zürich das Label FREITAG.

Bis heute bilden gebrauchte Lastwagenplanen die Grundlage für viele Taschen und Accessoires. Ergänzt werden sie durch weitere wiederverwendete Materialien wie Veloschläuche und Sicherheitsgurte. Da jede Plane unterschiedliche Gebrauchsspuren, Farben und Muster aufweist, ist jedes Produkt ein Unikat mit eigener Geschichte.

Mit seinem konsequenten Upcycling-Ansatz zeigt FREITAG seit über 30 Jahren, wie aus bereits vorhandenen Materialien langlebige Alltagsbegleiter entstehen können.

POWCH

POWCH ist ein Accessoires-Label aus Zürich, das praktische Pouches und Taschen für den Alltag entwirft. Die Produkte werden im eigenen Studio in Zürich Altstetten sorgfältig von Hand gefertigt.

Für die Herstellung verwendet POWCH verschiedene Rest- und gebrauchte Materialien, darunter PVC-Planen aus beschädigten Hüpfburgen, Gerüstnetze von Baustellen sowie Lederreste aus Polstereien und Sattlereien. Durch die unterschiedlichen Ausgangsmaterialien ist jede Farbe und jedes Modell nur in limitierter Stückzahl erhältlich.

Das Team übernimmt möglichst viele Produktionsschritte selbst vor Ort und arbeitet bei Bedarf mit erfahrenen externen Fachpersonen zusammen. Die Produkte sind in ausgewählten unabhängigen Mode-, Design- und Geschenkläden in der Schweiz erhältlich.

Rework

Rework arbeitet mit einem Ansatz, den man «serielles Upcycling» nennt. Aus gebrauchten Kleidungsstücken entstehen neue Produkte in verschiedenen Designs und Grössen.

Dafür sucht das Team in grossen Altkleidersammlungen nach geeigneten Ausgangsmaterialien. Sie werden gereinigt, auseinandergeschnitten und mithilfe eigener Schnittmuster zu neuen Produkten zusammengenäht. Secondhand-Lederjacken werden beispielsweise zu Rucksäcken verarbeitet. Durch die unterschiedlichen Ausgangsmaterialien gleicht kein Stück exakt dem anderen.

Round Rivers

Round Rivers sammelt Plastikabfälle aus der Limmat und verarbeitet die daraus gewonnenen PET-Flaschen zu neuen Materialien wie Flakes, Granulat, Garnen und Textilien. Aus diesen entstehen unter anderem Upcycling-Produkte wie Badebekleidung und Winterjacken.

Die gesamte Verarbeitung erfolgt lokal mit Partnern aus der Region und innerhalb eines Produktionsradius von maximal 140 Kilometern. ROUND RIVERS begleitet den Prozess von der Sammlung des Plastiks aus Schweizer Flüssen bis zur Herstellung der fertigen Produkte und schafft dadurch eine nachvollziehbare Lieferkette.

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